SWV-LOGO_CMYK
Pfweilert01
logo_jugend_rgb
Bömbachtal

Willkommen 

Schwarzwaldverein Ortsgruppe Pfalzgrafenweiler 1898 e.V. 

Durchs Bömbachtal zum Egenhauser Kapf

 

Der Kapf, mehr als nur ein Geheimtipp

 

Etwa sechs Kilometer nordöstlich von Pfalzgrafenweiler erhebt sich ein fast unscheinbarer Berg über der Hochfläche zwischen Nagold- und Waldachtal. Der mächtige Sendeturm ist ein markanter Punkt in der Landschaft und sorgt dafür, dass der 625 m hohe Egenhauser - Kapf von allen Seiten aus gut auszumachen ist. Der eilige Autofahrer, der achtlos vorbeifährt, ahnt nicht was ihm entgeht. Der Kapf zählt mit zu den artenreichsten und landschaftlich schönsten Natur- und Landschaftsschutzgebieten des Landkreises Calw.

 

Erinnerung an die Postkutschenzeit

 

Unsere etwa 10 Kilometer lange Wanderung beginnt auf dem Marktplatz in Pfalzgrafenweiler, wo genügend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Sofort fällt uns ein markantes Gebäude ins Auge, das frühere Haus Fezer, das die älteren Bürger noch als das ehemalige Gasthaus „Krone“ kennen. Mittlerweile haben in dem denkmalgeschützten Gebäude mehrere Wohnungen und eine Versicherungsagentur Platz gefunden. Von 1879 bis 1928 war hier die Poststation untergebracht. Der große Pferdestall diente den Pferden der Kauf- und Fuhrleute, die auf der alten Poststrasse von Stuttgart nach Straßburg unterwegs waren und hier nächtigten. Die „Krone“ war auch Postkutschenstation der zwischen Stuttgart und Freudenstadt verkehrenden Postkutschenlinie. Diese wurde mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Freudenstadt nach Stuttgart im Jahre1879 eingestellt und nur noch als Nebenstrecke zwischen Dornstetten und Altensteig weiterbetrieben, bevor im Jahre 1921 eine Omnibusverbindung an ihre Stelle trat.

 

Idyllisches Bömbachtal

 

Wir verlassen die östliche Metropole des Kreises Freudenstadt auf dem Ostweg. Ab dem Wegweiser „Hochholz“ führt uns nun die blaue Raute durchs idyllische Bömbachtal. Beim Gäbelesloch entspringt, versteckt im Wald, der Bömbach, auch der älteste bekannte Grenzstein im Weiler Wald von 1499 mit dem Württembergischen Hirschhorn steht hier im oberen Bömbachtal. Wir wandern auf dem Forststräßchen talabwärts zum Bömbachsee mit Grillplatz, wo an sonnigen Tagen reger Badebetrieb herrscht.

Auf schmalem, weichem Waldpfad wandern wir weiter und sehen nach dem Austritt aus dem Wald unser Ziel vor uns liegen. Der Egenhauser Kapf lockt, dort wollen wir hinauf. Durch die Feldfluren erreichen wir Egenhausen und müssen nun beim Aufstieg wohl oder übel eine längere Asphaltstrecke in Kauf nehmen.

Wir kommen am Gasthaus „Grüner Baum“ vorbei, dem ehemaligen Egenhauser „Chausseehaus“. Da ist sie wieder die Erinnerung an die Postkutschenzeit. Bei den Chausseehäusern wurden die Pferde gewechselt und die Insassen der Postkutschen konnten sich derweil erholen.

 

Auf dem Gäurandweg zur aussichtsreichen Höhe

 

Auf dem Gäurandweg steigen wir hinauf zum viel gerühmten Aussichtsberg. Viele wissen nicht, dass hier oben in luftiger Höhe einst ein hölzerner Aussichtsturm stand. Und in der Tat, der Blick geht weit ins Land hinaus: Im Westen und im Norden auf die bewaldete Tafel des Nordschwarzwaldes bis hin zum höchsten Berg des Nordschwarzwaldes, der Hornisgrinde, auf die Dörfer jenseits des Zinsbach- und Nagoldtales und im Osten auf die Silhouette der Schwäbischen Alb. Am Fuße des Berges grüßt das einstige Schindelmacherdorf Egenhausen, das dem Berg seinen Namen gab, mit seiner stattlichen Wehrkirche.

 

Fundgrube für Floristen

 

Wir betreten das „Hecken- und Schlehengäu“. Der Muschelkalkuntergrund prägt die Landschaft, die sich durch besonders üppigen Wuchs von Hecken aus Schlehen, Heckenrosen, Wacholder, Weißdorn und anderen Sträuchern auszeichnet. Silberdistel, Küchenschelle, Salbei, Enziane und Orchideen machen diese Landschaft zu einer sehenswerten Fundgrube für Floristen. Doch diese Begleitpflanzen des Muschelkalks sind streng geschützt!

 

Erlebnis zu jeder Jahreszeit

 

Der Egenhauser Kapf ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis, besonders schön präsentiert er sich im Herbst, wenn er sein schönstes Kleid angelegt hat, wenn im Wechselspiel der Farben das Wunder der Natur sichtbar wird. Besuchen Sie den Egenhauser Kapf, wandern Sie über Wachholderheiden, aber bleiben Sie auf den Wanderwegen. Freuen Sie sich an der prächtigen Flora und genießen Sie die herrliche Aussicht in Gottes freier Natur, aber denken Sie auch stets daran: Der Kapf ist eine Kulturlandschaft, die es zu schützen und zu erhalten gilt !

 

Infos:

Wanderstrecke: etwa 10 Kilometer, mittel, 125 Höhenmeter, nicht kinderwagengeeignet.

Wegemarkierung: Schwarz-rote Raute, blaue Raute, Raute des Gäurandweges.

Busverbindung: vgf- Linie 7938 Freudenstadt- Altensteig. Haltestellen: Pfalzgrafenweiler, Rathaus – Egenhausen Rathaus.

Gehzeit: 2,5 Std.

Sehenswürdigkeiten: Bömbachsee, Flora auf dem Egenhauser Kapf.

Wanderkarte: „Oberes Nagoldtal“, 1:35 000, „Wanderkarte Weiler Wald“, 1. 25 000, erhältlich in der Gäste-Information im Rathaus Pfalzgrafenweiler.

Einkehrmöglichkeiten: Gastronomie in Pfalzgrafenweiler und Egenhausen.

Rückfahrt nach Pfalzgrafenweiler: Mit dem Linienbus ab Egenhausen.

Egenhausen_3891 (Large)
Bömbachsee IMG_2811 (Large)
Blick zu Kapf_3898 (Large)
Frühling_4916 (Large)
im Bömbachtal IMG_2808 (Large) Schafe_1711 (Large)
Web Design
[Startseite] [Aktuell] [Wir über uns] [Historie] [Wanderprogramm] [Jugend+Familie] [Bilder] [Wandertipps] [Vier Burgen Weg] [Das Zinsbachtal] [Bömbachtal] [Kontakte] [Wanderservice] [Links] [Impressum] [Datenschutz]